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Giftmüll aus Australien darf vorerst nicht in NRW verbrannt
Quelle: ad-hoc-news.de
Die Bezirksregierungen Düsseldorf, Köln und Münster haben die Widersprüche gegen das Importverbot von Giftmüll aus Australien zurückgewiesen. «Aus meiner Sicht und nach Einschätzung unserer Fachleute waren die von den Rechtsanwälten der Firma vorgetragenen Argumente nicht geeignet, unsere ablehnende Position zu erschüttern», sagte Umweltminister Eckhard Uhlenberg (CDU) am Freitag in Düsseldorf zur Begründung dieser Entscheidung.
Nach der Ablehnung durch die Bezirksregierungen kann die australische Firma, die den Müll zur Verbrennung nach NRW transportieren wollte, nun vor den Verwaltungsgerichten klagen.
n Abstimmung mit dem Umweltministerium hatten die Bezirksregierungen die Importgenehmigungen im Juni 2007 versagt, «da die australische Regierung entgegen internationalem Recht nicht überzeugend nachweisen konnte, dass Australien als bedeutender Industriestaat nicht selbst in der Lage ist, eigene Entsorgungskapazitäten für diese Abfälle vorzuhalten», wie der Minister sagte.
Mit dem strittigenTransport sollen rund 10 000 Tonnen hochgiftiger Sondermüll von einem australischen Chemiekonzern zu Verbrennungsanlagen in Herten, Dormagen und Leverkusen gebracht werden.
Das Transportgut, Hexachlor-Benzol (HCB), gehört nach Angaben des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland zu den sogenannten dirty dozen - zwölf besonders gefährlichen Giftstoffen, die weltweit verboten wurden.
ddp/mte/mwa
Australiens Ministerpräsident Howard räumt Wahlniederlage ein
Labor-Partei liegt weit vorne --- 24.11.2007 - Quelle: ZDF Online
Nach den Parlamentswahlen in Australien hat der konservative Ministerpräsident John Howard seine Niederlage eingeräumt. "Dies ist eine großartige Demokratie und ich wünsche Mister Rudd alles Gute", sagte Howard am Samstag zu seinem Herausforderer Kevin Rudd von der Labor-Partei. Nach elf Jahren in der Opposition hat Labor die Wahl ersten Ergebnissen zufolge klar gewonnen.
Prognosen im australischen Fernsehen zufolge konnte die Partei mindestens 83 der 150 Abgeordnetenmandate auf sich vereinen. Labor erklärte sich umgehend zum Gewinner.
Niederlage auf ganzer Strecke?
"Die Liberale Partei muss einen neuen Parteichef wählen", sagte Howard vor Parteimitgliedern in Sydney. "Lassen Sie mich am Ende meiner politischen Karriere sagen: ich verdanke der Liberalen Partei mehr, als sie mir verdankt."
Neben dem Verlust des Amtes drohte Howard auch eine Niederlage in seinem eigenen Wahlkreis, den er seit 1974 im Parlament vertritt. Dort lag die Labor-Kandidatin, eine frühere Fernsehmoderatorin, vorn. Landesweit kam die Labor-Opposition nach Angaben der Wahlkommission nach Auszählung von fast Dreiviertel der Stimmen auf gut 53 Prozent, die Regierungskoalition auf rund 46 Prozent. Im Parlament zeichnete sich eine deutliche Mehrheit für Labor ab.
Frischer Wind, gleiche Richtung
Am Ende ist John Howard sein eigener Starrsinn zum Verhängnis geworden. Der seit elf Jahren regierende konservative Premierminister habe zu lange am Stuhl geklebt, beschieden die Wähler in einer Blitzumfrage nach der Stimmabgabe bei die Parlamentswahl am Samstag. Unzufriedenheit mit der Regierungsführung des 68-Jährigen äußerten sie nicht. Und damit ist das Konzept von Wahlsieger Kevin Rudd (50) voll aufgegangen: er hob sich inhaltlich vom Regierungschef bewusst kaum ab und setzte nur auf eins: frischen Wind an der Führungsspitze.
Unter Howards Führung ist die australische Wirtschaft rasant gewachsen, die Haushaltseinkommen haben sich verdoppelt und die Arbeitslosigkeit ist auf Rekordtief - eigentlich eine perfekte Wahlplattform. Rudd erkannte das, und versprach deshalb eine nahtlose Fortsetzung der Wirtschaftspolitik. "Ich bin wirtschaftlich ein Konservativer", betonte er immer wieder.
Rudd kündigt Abzug aus Irak an
So dürfte sich der Regierungswechsel vor allem in der Außenpolitik bemerkbar machen. "Die Beteiligung unserer Soldaten am Irak-Feldzug war der größte Fehler in der australischen Sicherheitspolitik seit Vietnam", sagte Kevin Rudd und kündigte den Abzug der verbliebenen 580 Soldaten an. Die Freundschaft mit den USA will er erhalten, was ihm, solange US-Präsident George W. Bush noch im Amt ist, schwer fallen dürfte. Bush und Howard wurden dicke Freunde, die einsam unter den Industrieländern eine Anti-Kyoto-Achse bildeten. Sie lehnten das Protokoll zum Klimaschutz ab, weil sie um ihre Wirtschaft fürchteten.
Die Achse bricht nun auseinander, denn Rudd hat angekündigt, den Vertrag zur Eindämmung der Treibhausgase umgehend zu unterzeichnen. Zu den Verhandlungen um einen Nachfolgevertrag für Kyoto in knapp zwei Wochen in Bali nimmt Australien damit erstmals im Lager der restlichen Industrieländer Platz. Allerdings hat auch Rudd schon angekündigt, dass er ein neues Abkommen nur akzeptiert, wenn anders als im Kyoto-Protokoll auch Emissionsgrenzen für Entwicklungsländer festgelegt werden.
Annäherung an EU?
Europäische Diplomaten in Canberra erhoffen sich von Rudds Sieg eine Annäherung. Howard hatte für die EU-Vertreter immer wenig Zeit, seit er vor Jahren als Handelsbeauftragter in Brüssel einmal mit der Forderung nach Sonderkonditionen für Australien abgeblitzt war.
Die Howard-Müdigkeit des Wahlvolks hatte sich in allen Umfragen dieses Jahres abgezeichnet. Doch wollte der Vollblutpolitiker die Zeichen der Zeit nicht sehen. Noch im September schlug er eine kleine parteiinterne Revolte nieder. "Ich bin der Boss", beschied er. "Egal, was die Menschen heute von ihm denken, er wird als einer der großartigsten Premierminister den wir je gehabt haben, in die Geschichte eingehen", meinte der Parteikollege und Sentaor Barnaby Joyce.
Mit Material von dpa und reuters
Wir verhüllen unsere Webside
Wie ihr sicher schon gemerkt habt, ist unsere Webside verhüllt, wenn ihr sie anklickt. Folgender Text ist dann zu sehen:
Das Fernmeldegeheimnis ist unverletzlich
1949 - 2007
SPD, CDU und CSU
haben es beschlossen:
Gläsernes Telefon, Handy, E-Mail und Internet
*09.11.2007
Hintergrund dafür ist folgender:
Nach einem Gesetz von CDU, CSU und SPD soll ab 2008 nachvollziehbar werden, wer mit wem in den letzten sechs Monaten per Telefon, Handy oder E-Mail in Verbindung gestanden oder das Internet genutzt hat. Bei Handy-Telefonaten und SMS soll auch der jeweilige Standort des Benutzers festgehalten werden. Anonymisierungsdienste sollen verboten werden.
Mit Hilfe der über die gesamte Bevölkerung gespeicherten Daten können Bewegungsprofile erstellt, geschäftliche Kontakte rekonstruiert und Freundschaftsbeziehungen identifiziert werden. Auch Rückschlüsse auf den Inhalt der Kommunikation, auf persönliche Interessen und die Lebenssituation der Kommunizierenden werden möglich. Zugriff auf die Daten sollen Polizei, Staatsanwaltschaft, Nachrichtendienste und ausländische Staaten erhalten, die sich davon eine verbesserte Strafverfolgung versprechen.
Derzeit dürfen Telekommunikationsanbieter nur die zur Abrechnung erforderlichen Verbindungsdaten speichern. Dazu gehören Standortdaten und Email-Verbindungsdaten nicht. Der Kunde kann verlangen, dass Abrechnungsdaten mit Rechnungsversand gelöscht werden. Durch die Benutzung von Pauschaltarifen kann eine Speicherung zudem bisher gänzlich vermieden werden, was etwa für Journalisten und Beratungsstellen wichtig sein kann. All diese Mechanismen zum Schutz sensibler Kontakte und Aktivitäten würde eine Vorratsdatenspeicherung beseitigen.
Wo liegt das Problem?
Die aktuellen Pläne zur Aufzeichnung von Informationen über die Kommunikation, Bewegung und Mediennutzung jedes Bürgers stellen die bislang größte Gefahr für unser Recht auf ein selbstbestimmtes und privates Leben dar.
Unter einer Vorratsdatenspeicherung würden wir alle leiden:
* Eine Vorratsdatenspeicherung greift unverhältnismäßig in die persönliche Privatsphäre ein.
* Eine Vorratsdatenspeicherung beeinträchtigt berufliche Aktivitäten (z.B. in den Bereichen Medizin, Recht, Kirche, Journalismus) ebenso wie politische und unternehmerische Aktivitäten, die Vertraulichkeit voraussetzen. Dadurch schadet sie letztlich unserer freiheitlichen Gesellschaft insgesamt.
* Eine Vorratsdatenspeicherung verhindert Terrorismus oder Kriminalität nicht. Sie ist unnötig und kann von Kriminellen leicht
umgangen werden.
* Eine Vorratsdatenspeicherung verstößt gegen das Menschenrecht auf Privatsphäre und informationelle Selbstbestimmung.
* Eine Vorratsdatenspeicherung ist teuer und belastet Wirtschaft und Verbraucher.
* Eine Vorratsdatenspeicherung diskriminiert Nutzer von Telefon, Mobiltelefon und Internet gegenüber anderen Kommunikationsformen.
Stand der Dinge
CDU/CSU und SPD haben am 9. November 2007 den Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Einführung der Vorratsdatenspeicherung in Deutschland mit einigen Änderungen beschlossen. Der Bundesrat wird als nächstes dazu Stellung nehmen. Anschließend entscheidet der Bundespräsident, ob er das Gesetz unterzeichnet. Falls das Gesetz wie geplant zum Jahresende in Kraft tritt, wird die Sammel-Verfassungsbeschwerde gegen die Vorratsdatenspeicherung eingereicht.
Werden Sie aktiv:
* Beteiligen Sie sich an der Sammelklage gegen die Vorratsdatenspeicherung
* Arbeiten Sie im Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung mit
* Weitere Möglichkeiten, aktiv zu werden
Lesen Sie mehr:
* Aktuelle Nachrichten
* Hintergrundinformationen zur Vorratsdatenspeicherung
* Pro und Contra Vorratsdatenspeicherung
* Weiterführende Informationen und Materialien
Quelle und Inhaber der Lizenzrechte des Artikels: www.vorratsdatenspeicherung.de
Wir unterstützen die Arbeit von www.vorratsdatenspeicherung.de ausdrücklich und protestieren gegen das verabschiedete Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung.
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